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Lexikon

In eigener Sache: Das von uns erstellte Lexikon beinhaltet keine von uns selbst verfassten Erläuterungen sondern, diese sind alle Fremdpublikationen entnommen. Diesbezüglich können wir keine Gewähr für die Richtigkeit übernehmen.

Abdomen: Bauch, Unterleib

AEP: Abkürzung für akustisch evozierte Potentiale, ableitbare Reizantwort des ZNS auf akustische Reizung eines oder beider Ohren, z.B. durch regelmäßige “Klick”-Laute mit einer Lautstärke um 80 dB; nach Mittelwertbildung von ca. 2000 AEP stellen sich innerhalb der ersten 8 ms eine Folge von fünf kurzen positiven Wellen dar, die im Verlauf der Hörbahn entstehen und bei deren Beeinträchtigung bzw. Schädigung (z.B. Hirnstammläsion, Multiple Sklerose) eine erniedrigte Amplitude aufweisen oder verzögert sind

Anästhesie: Mit Anästhesie wird gleichermaßen der hervorgerufene Zustand der Empfindungslosigkeit zum Zweck einer operativen oder diagnostischen Maßnahme bezeichnet als auch die medizinischen Verfahren, um diesen herbeizuführen. Anästhesist (Narkosearzt)

Ataxie: Störung der Koordinationen von Bewegungsabläufen, Zeichen einer Ataxie sind Störungen der Augenmotorik und Diadochkinese, Dysarthrie, Intensionstremor, Stand-, Gang- und Rumpfataxie. Cerebelläre Ataxie, das Kleinhirn und seine Funktionen betreffend. Oberbegriff für verschiedene Störungen der Gleichgewichtsreaktion und der Bewegungskoordination.

Atropin: DL-Hyoscyamin (= Hyoscyaminracemat); ein sehr giftiges, aber auch als Heilmittel genutztes Alkaloid in Nachtschattengewächsen wie Stechapfel (Datura stramonium), Tollkirsche (Atropa Belladonna), Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)
Atropinsulfat; Atropinsalz mit schneller Wirkung; ein kompetitiver Antagonist des Neurotransmitters Acetylcholin (verhindert Depolarisation an postsynaptischen Membranen); hemmt die Schweißsekretion (u. seine Anw. ist gefolgt von Erweiterung der Hautgefäße [kompensiert die reduzierte Abgabe von Verdunstungswärme durch Wärmeabgabe via Strahlung oder Konvektion]); führt zu Erschlaffung glatter Muskeln, zu – tagelang währender – Pupillenweitstellung (Mydriasis) mit aufgehobener Akkommodation, zu Erregung des ZNS (in großen Dosen aber ZNS-Hemmung), Beschleunigung der Herzfrequenz (Ausschaltung der Herzäste des Vagus). – Anw. als Spasmolytikum (bei Krämpfen des Verdauungstraktes, der Harnblase, der Bronchien), Mydriatikum, Gegenmittel (Antidot) bei Vergiftung mit Alkylphosphaten (z.B. E 605) sowie bei Überdosierung von Parasympathomimetika; wird außerdem eingesetzt bei der PARKINSON* Krankheit (Antagonismus gegen das in relativem Übergewicht gegen Dopamin vorhandene Acetylcholin).

Augeninnendruck: Als Augeninnendruck bezeichnet man den physikalischen Druck, der auf der Augeninnenwand lastet. Er bewirkt eine konstant glatte Wölbung der Hornhautoberfläche, einen gleich bleibenden Abstand zwischen Hornhaut, Linse und Netzhaut des Auges, sowie eine gleichmäßige Ausrichtung der Fotorezeptoren auf der Netzhaut. Zudem hält er die stabile Kugelform des Augapfels aufrecht.

Blutbild: Die Zusammensetzung des Blutes kann dem Arzt wichtige Hinweise auf vorliegende Erkrankungen liefern, denn viele Krankheitsbilder verändern die Menge der im Blut treibenden Zellen oder der darin gelösten Substanzen. Eine Blutanalyse, ein so genanntes Blutbild, ist also ein unersetzliches Hilfsmittel zur Krankheitsdiagnose.

Blutgerinnung: Die Hämostase ist ein lebenswichtiger Prozess, der die bei Verletzungen der Blutgefäße entstehenden Blutungen zum Stehen bringt. Dadurch wird der übermäßige Austritt von Blut aus dem Blutkreislauf verhindert und die Voraussetzung für eine Wundheilung geschaffen. Die Blutstillung muss im Fall einer Verletzung hinreichend schnell einsetzen, um größeren Blutverlust zu vermeiden. Sie muss auf den Bereich der Verletzung beschränkt bleiben und darf nicht fälschlicherweise durch andere Ereignisse wie Entzündungen oder Infektionen ausgelöst werden.


Blutplasma: Bestandteil des Bluts (55% des Gesamtbluts) enthält a) Eiweisskörper (7-8%), die sich zusammensetzen aus Albuminen (60-80%), Globuline (20-40%) und Fibrinogen (ca. 4%)

Bülau-Drainage: (Gotthard B., Internist Hamburg1835-1900), Pleuradrainage, Thoraxdrainage; Methode zur fortlaufenden Entfernung von Luft oder Flüssigkeit aus der Pleurahöhle;
Prinzip: Einführung eines Drainageschlauchs über einen Führungsspiess, bei Pleurathorax meist im 2. oder 3. ICR parasternal

B-Zellen: B-Zellen (B-Lymphocyten) sind die Antikörper produzierenden Zellen des Immunsystems. Jede B-Zelle produziert nur einen Typ Antikörper, der auf ein spezifisches Epitop ausgerichtet ist.
Die Produktion der Antikörper beginnt, wenn die B-Zelle das ihr zugehörige Antigen erkannt hat und gleichzeitig von einer T-Helferzelle, die das Antigen ebenfalls erkannt hat, mit Cytokinen stimuliert wird. Die noch unreife B-Zelle beginnt daraufhin sich zu teilen (eine Zellteilung alle 18 Stunden) und den Zellapparat für die Proteinbiosynthese aufzubauen. Eine nach 4-5 Tagen voll ausgereifte B-Zelle wird Plasmazelle genannt; 90-95 % der von ihr produzierten Proteine sind Antikörper. Pro Sekunde sezerniert sie bis zu 2.000 Antikörper (pro Zelle 20.000 mRNA für 200.000 Ribosomen).
Nach einer solchen Immunreaktion bleiben einige B-Zellen in einem späten, inaktiven Prä-Plasmazellen-Stadium zurück. Diese B-Gedächtniszellen können bei erneutem Antigenkontakt sehr viel schneller zur Plasmazelle reifen und innerhalb kurzer Zeit das Antigen mit Antikörpern bekämpfen. B-Gedächtniszellen sind ein wichtiger Teil des bei einer Impfung gebildeten immunologischen Gedächtnisses.
Die Bezeichnung B-Zellen ist von Knochenmark (englisch "bone marrow") abgeleitet, dem Ort, an dem die B-Zellen aus Blutstammzellen gebildet werden
 

Chemotherapie: Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie von Krebserkrankungen (antineoplastische Chemotherapie) oder Infektionen (antiinfektiöse Chemotherapie, auch antimikrobielle Chemotherapie). Umgangssprachlich ist jedoch meistens die Behandlung von Krebs gemeint. Die Chemotherapie verwendet Stoffe, die ihre schädigende Wirkung möglichst gezielt auf bestimmte krankheitsverursachende Zellen beziehungsweise Mikroorganismen ausüben und diese abtöten oder in ihrem Wachstum hemmen.

Chirurgie: Die Chirurgie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der Behandlung von Krankheiten und Verletzungen durch direkte, manuelle oder instrumentelle Einwirkung auf den Körper des Patienten (Operation) befasst. Chirurgie umfasst die Schwerpunkte Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie, Unfallchirurgie, Neurochirurgie und Viszeralchirurgie. Daneben gibt es noch die Allgemeinchirurgie, die mehrere der vorgenannten Schwerpunkte mit Hauptgewicht auf der Viszeralchirurgie vereint und häufige chirurgische Krankheitsbilder zum Gegenstand hat.

Chloralhydrat: Trichloracetaldehydmonohydrat, wasser- und ethanollösliches bitteres Kristallpulver mit stechendem Geruch und örtlicher Reizwirkung auf Haut und Schleimhäute
Verwendung: als Schlafmittel und Sedativum, vor Ankommen der Benzodiazepinderivate v.a. bei Patienten mit Unverträglichkeit gegenüber Barbituraten.

Cortison: 17,21-Dihydroxy-4-pregnen-3,11,20-trion; aus der Nebennierenrinde isolierte Hormon, wahrscheinlich erster Metabolit des Cortisols

Cushing-Syndrom: durch vorwiegende Erhöhung von Cortisol im Plasma gekennzeichnetes Krankheitsbild; Klin.: Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Hypertonie, z.B. durch exogene Ursache wie Überdosierung von Glukokortikoiden und ACTH.

CT: Computertomographie, röntgendiagnostisches, computergestütztes bildgebendes Verfahren nach dem Prinzip der Tomographie mittels einer Röntgenröhre und eines speziellen Blendensystems wird ein schmaler Fächerstrahl als Röntgenstrahl erzeugt, der innerhalb der durchstrahlten Körperschicht des Patienten in Abhängigkeit von der vorhandenen Strukturen verschiedenen stark geschwächt wird. Mittels eines mit einer Vielzahl von Detektoren bestückten Detektorenkranzes wird diese abgeschwächte Röntgenstrahlung als Signal empfangen, elektronisch aufbereitet und einem Rechner zugeführt. Anschliessend dreht sich das System Röhre-Detektoren gerigfügig weiter um die sogenannte Patientenschicht wiederum mit einem Röntgenimpuls zu durchstrahlen. Auf diese Weise werden viele verschiedene Projektionen derselben Schicht erzeugt und im Rechner über Dichtemessungen zu einem Bild verarbeitet. Weitere Erklärung mit Bild

Cyclophosphamid: Das Phosphaoxinan Cyclophosphamid (Handelsname: Endoxan®, Hersteller: Baxter) gehört zu der Gruppe der Stickstoff-Senfgas-Verbindungen mit alkylierender Wirkung. Es handelt sich dabei um ein Zytostatikum (bspw. gegen Krebs, für Immunsuppression). Außer für die Krebstherapie wird es auch zur Behandlung besonders schwer verlaufender Multiple Sklerose (MS mit schwerem Verlauf ist sehr selten) sowie zur immunsuppressiven Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie Systemischer Lupus Erythematodes (SLE), Myasthenia gravis oder der Wegener-Granulomatose eingesetzt. Da Cyclophosphamid erst nach einer Aktivierung in der Leber zytotoxisch wirkt, ist es ein Prodrug.

Decortin: Der Wirkstoff Prednison ist ein künstlicher Abkömmling des körpereigenen Hormons Kortison und hemmt unspezifische das gesamte Immunsystem. Dadurch unterdrückt Prednison die körpereigene Abwehrreaktionen und wirkt entzündungshemmend.

Dexamethason: Dexamethason (9-Fluor-16αa-methylprednisolon), ist ein künstliches Glukokortikoid, welches entzündungshemmend und dämpfend auf das Immunsystem wirkt. Es gehört zu den langwirkenden Glukokortikoiden, wirkt rund 30-mal stärker als die körpereigenen Produkte und besitzt keine relevante mineralkortikoide Wirkung.

Dioptrien: Die Dioptrie ist eine Maßeinheit für die Stärke, mit der ein Brillenglas das Licht bricht. Damit ist die Dioptrie auch eine Kennzahl für die Fehlsichtigkeit des Auges. Minus-Werte entsprechen der Kurzsichtigkeit, Plus-Werte der Weitsichtigkeit. Ob positiv oder negativ: Je höher die Dioptrien-Zahl, desto stärker die Brechkraft des Brillenglases und damit die Fehlsichtigkeit. Beim Augenoptiker wird die Brechkraft der Brillengläser fast immer in Viertel-Dioptrien-Stufen (0,25 Dioptrien-Stufen) angegeben.Nur sehr selten gibt es feinere Abstufungen.

Dipidolor®: Wirkstoff Piritramid; Indikation: starkeSchmerzen;
Wirkungsweise:Opioid zentral schmerzhemmend mit stark sedierender Wirkung gering emetisch und kreislaufdepressiv kaum euphorisierend 0,7 fache Wirkung von Morphin; Nebenwirkungen: Atemdepression, initialer Blutdruckanstieg, Miosis, Bradykardie, Übelkeit, Hypotonie, allergische Reaktionen; Kontraindikation: Hirndrucksymptomatik, Ateminsuffizienz

Echo: Echokardiographie, Ultraschall des Herzens, , nichtinvasive Methode der Herzdiagnose mit Anwendung des Impuls-Echo-Verfahrens oder des Dauerschall- (Doppler-) Verfahren

EEG: Elektroenzephalogramm, Methode zur Registrierung von Potentialschwankungen des Gehirns, die von auf der Kopfhaut angebrachten Elektroden erfasst, verstärkt und kontinuierlich aufgezeichnet werden.

EKG: Elektrokardiogramm; Verfahren zur Registrierung der Aktionspotentiale des Herzens, die von der Körperoberfläche  oder intrakardinal) abgeleitet und als Kurven aufgezeichnet werden

Ergotherapie: Ergotherapie begleitet, unterstützt und befähigt Menschen, die in ihren alltäglichen Fähigkeiten eingeschränkt oder von Einschränkungen bedroht sind. Diesen Menschen soll es ermöglicht werden, für sie bedeutungsvolle Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer Umwelt durchführen zu können. Ziel der Ergotherapie ist es, Betätigung zu erreichen. Gleichzeitig wird Betätigung als therapeutisches Medium eingesetzt.

Fieberkrampf: Ein Fieberkrampf ist ein in der frühen Kindheit in Verbindung mit einer fieberhaften Erkrankung auftretender zerebraler Anfall. Er äußert sich in der Regel mit einem plötzlichen Bewusstseinsverlust und rhythmischen Zuckungen der Muskulatur.

Gammakamera: Szintillationskamera; bildgebende Apparatur der nuklearmed. Diagnostik (Szintigraphie) wobei im Gegensatz zum Scanner keine punktweise zeitliche aufeinanderfolgende, sondern mit stationären Detektoren eine simultane Messung des gesamten Untersuchungsfeldes und eine ebenso simultane Bilddarstellung der Aktivitätsverteilung erfolgt; mit bis zu 100 Bildern pro Sekunde können Funktionsvorgänge dargestellt werden. Weitere Erklärung mit Bild

Gastroskopie: so. Magenspiegelung; endoskopische Untersuchung des Magens unter Verwendung eines flexiblen Spezialendoskops.

Glukokortikoide: eine der drei Gruppen von Steroidhormonen, die in der Nebennierenrinde gebildet werden; die wichtigsten natürlichen G. sind Cortisol (Hydrocortison, das pysiolog. wichtigste Glukokortikoid), Cortison und Corticosteron
Wirkung: 1. durch Induktion entspr. Leberenzyme Stimulation der Glukoneogenese (Bildung von Kohlenhydraten aus Aminosäuren), Erhaltung von Blutzucker (diabetogene Wirkung) und Lebergykogen z.B. während des Hungerns unter Abbau von Körpereiweißen (neg. Stickstoffbilanz) im physiologischen Bereich
2. Suppression der zellvermittelten Immunität durch Hemmeffekt auf die Eiweißsynthese der Lymphozyten und hypotrophierende Wirkung auf Lymphknoten und Thymus
3. antiphlogist. Wirkung durch Hemmung der Proliferation von Fibroblasten und entzündlichen Granulationsgewebe sowie der Ablagerung von Kollagengrundsubstanzen
4. Wirkungen auf Hämatopoese, Muskel-, Wasser-, Elektrolyt- und Eiweßstoffwechsel;
G. haben einen begünstigenden Effekt auf die Wirkung der Katecholamine an der glatten Gefäßmuskulatur und werden auch als Streßhormone bezeichnet, weil das Auftreten von Streßfaktoren einen raschen Anstieg des ACTH und damit der G. zur Folge hat.
Bei den synthetischen G. sind inf. chem. Veränderungen des Cortisolmoleküls die unerwünschten mineralkortikoiden Nebenwirkungen der G. vermindert, die erwünschte glukokortikoide Aktivität erhöht (z.B. beim Dehydrocortison und Dehydrohydrocortison); außerdem wurden synthet. G. entwickelt, bei denen die entzündungshemmenden Eigenschaften besonders ausgeprägt sind

Grenzstrang: beidseitig der Wirbelsäule liegende sympathische Ganglienkette; steht durch die markreichen präganglionären Rami communicantes albi, die vom letzten Halssegment bis zum 2. oder 3. Lendensegment reichen, mit dem Seitenhorn der Rückenmarks in Verbindung. Aus den Grenzstrangganglien entspringen die postganglionären markarmen Rami communicantes grisei (verlaufen über die Spinalnerven zur Peripherie).

Hb: Abkürzung für Hämoglobin , sog. roter Blutfarbstoff

Herpes: Dieses Herpes Simplex Virus vom Typ 1 befällt neben dem Lippenbereich vorzugsweise die Hornhaut des Auges. Es wird im Gegensatz zum Typ 2 nicht durch Geschlechtsverkehr übertragen und infiziert auch kaum je das gesunde Auge oder einen anderen Menschen.

Hippotherapie: Hippotherapie ist Physiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage mit und auf dem Pferd. Sie wird vom Arzt verordnet und als Einzelbehandlung von Physiotherapeuten mit Zusatzausbildung für Hippotherapie durchgeführt. Der (die) Physiotherapeut/in ist verantwortlich für die Therapie, für die richtige Hilfengebung des Helfers und die angemessene Bewegung des Pferdes durch den Pferdeführer. Die Behandlungen werden in der Gangart Schritt durchgeführt .

Hirndruck: Als Hirndruck (Abkürzung ICP für englisch intracranial pressure) wird der im Schädelinnern herrschende (intrakranielle) Gehirnflüssigkeitsdruck bezeichnet. Er steht zum Druck der Blutgefäße im Gehirn sowie zum interstitiellen Druck im Hirngewebe in Beziehung.

Histologie: Lehre von den Geweben des Körpers Die Histologie ist die Wissenschaft von den biologischen Geweben und somit Teilgebiet der Medizin und Biologie, genauer der Anatomie und der Pathologie. Der Histologe oder Pathologe untersucht Gewebeproben. Dazu werden mikrometerdünne, gefärbte Gewebsschnitte hergestellt und am Mikroskop beurteilt. Man spricht von morphologischer Diagnostik, da anhand des Erscheinungsbildes und färberischen Verhaltens der Gewebestrukturen der Befund erstellt wird.

Homovanillinsäure: Abbauprodukt der Katecholamine, wird bei 95% der Neuroblast-
ome vermehrt ausgeschieden

Immunglobuline: Abk.: Ig; Glykoproteine mit gemeinsamer Grundstruktur, die nach Kontakt des Organismus mit einem Antigen von B-Lymphozyten bzw. Plasmazellen gebildet werden und als Antikörper im Serum, Gewebeflüssigkeiten und Körpersekreten für die humorale Immunität wichtig sind; ausserdem kommen Ig als Antigenrezeptoren auf der Zellmembran von B-Lymphozyten vor.

Immunsuppression: Immunsuppression bezeichnet einen Vorgang, der immunologische Prozesse unterdrückt. Medizinisch ist das in der Regel relevant, wenn unerwünschte Reaktionen des Immunsystems – etwa bei Autoimmunerkrankungen, nach Organtransplantationen oder bei starken allergischen Reaktionen – durch Medikamente gehemmt werden sollen.

IgG: Immunglobuline der Klasse G (G für Gammaglobuline); intra- und extravaskuläre gleichmäßig verteilte (monomere) Immunglobuline; biolog. Halbwertszeit: 20-23 Tage; Bedeutung:  präziitierende, komplementbindende Antikörper insbesondere der sek. Immunantwort, u.a. wichtig bei der immun. Abwehr mikrobieller Infekte; führen direkt über immunkomplexbildung und Aktivierung von Komplement zur Zerstörung des Antigens bzw. der antigentragenden Zielzelle; können als einzige Klasse der Ig die Plazenta passieren und sind daher von besonderer Bedeutung für den postnatalen Infektionsschutz während der ersten Lebensmonate; alle Antitoxine sind IgG-Antikörper

Iod 131: radioaktives Isotop des Iods; vor allem Einsatz in der Schilddrüsendiagnostik und zur Radioiodtherapie

Katecholamine: Bezeichnung für die chem. vom Brenzkatechin abgeleiteten biogenen Amine, z.B. Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin oder synth. Amine; Hauptabbauprodukt der K.: Vanillinmandelsäure (VMS)

Knochenmark: Das Knochenmark (lat.: Medulla ossium) ist etwa ab dem Ende des vierten Embryonalmonats (dem Beginn der medullären Phase) das wichtigste blutbildende Organ des Menschen. Es füllt die Hohlräume der Knochen (Markhöhle und Hohlräume der Spongiosa). Im Knochenmark werden fast alle Blutzellarten des Menschen gebildet.

Kontrastmittel: Kontrastmittel sind Arzneimittel, die nicht der Heilung oder Linderung von Krankheiten dienen, sondern bei der Krankheitserkennung helfen. Sie werden in der bildgebenden Diagnostik (Röntgendiagnostik, Sonografie, MRT) im Rahmen von so genannten Kontrastmitteldarstellungen angewendet. Das ideale Kontrastmittel hat keine Wirkung, es führt lediglich durch Kontrastgebung (daher der Name) zur besseren Erkennbarkeit anatomischer Strukturen.

Krankengymnastik: Die Krankengymnastik als Bestandteil ärztlich verordneter physikalischer Therapie nutzt Bewegung - vornehmlich die Eigentätigkeit des Patienten - zu Heilungszwecken. Prophylaktische, therapeutische und rehabilitative Ziele sind Hilfen zur Entwicklung, zum Erhalt und zur Wiederherstellung aller Funktionen im somatischen und psychischen Bereich oder die Schulung von Ersatzfunktionen bei nicht rückbildungsfähigen Störungen.

L-DOPA: Abkürzung für Levodopa, (-)-3-(3,4-Dihydroxyphenyl)-L-alanin, Vorstufe in der Synthese von Dopamin,
Verwendung: als Dopaminergikum bei Parkinson-Syndrom, da es im Gegensatz zu Dopamin die Blut-Hirn-Schranke durchdringen kann (wird in den Neuronen zu Dopamin umgewandelt und beeinflusst

Liquor cerebrospinalis: Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit

Lumbalpunktion: Punktion des Duralsacks zwischen dem 3. und 4. oder 4. und 5. Lendenwirbelfortsatzes mit langer Hohlnadel , dabei gewinnt man Liquor cerebrospinalis, den man labortechnisch untersuchen kann.

Luminal: Phenobarbital; Barbitursäureabkömmling, verstärkt u.a. die GABA-Wirkung (GABA=Gamma-Aminobuttersäure); allgemein dämpfende Wirkung auf das ZNS, hat dosisabhängig sedierende, hypnotische oder narkotische Effekte; Anwendung: Schlafstörungen und als Tagessedativum; psychische und physische Erholung während des Barbituratschlafes ist herabgesetzt

Logopädie: Logopädie ist die Lehre von Sprachstörungen und deren Heilung. Inzwischen ist diese Definition auch auf weitere Kommuniaktionsstörungen, z.B. Stimm- oder Sprechstörungen sowie auf Schluckbeschwerden erweitert worden.Ziel der Logopädie ist es, die Kommunikationsfähigkeit von Patienten aller Altersstufen (Säuglinge, Vorschul- und Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene) aufzubauen und zu verbessern.

Lymphe: hellgelbe Flüssigkeit; besteht aus Lymphplasma und Lymphkörperchen, die fast alle kleinen Lymphozyten entsprechen; entsteht durch Austritt von Blutplasma aus der Blutkapillaren ins Gewebe; fliesst in die Gewebespalten und wird durch bestimmte Gefässe (Lymphgefässe) über die regionären Lymphknoten (wo die Lymphozyten hineingeschwemmt werden) erneut dem Blutkreislauf zugeführt

Magensonde: dünner langer Schlauch aus Weichkunsstoff oder Gummi mit Längenmarkierungen,
Formen: 1. einläufige, z.B. zur Sondenernährung als Verweilsonde,
2. doppelläufig, insbesondere zur effektiven Magenentleerung als Aspirationsprophylaxe vor Einleitung einer Narkose

MIBG: Meta-Iodbenzylguanidin Auch Methyliodbenzylguanidin. Diese Subastanz reichert sich in Zellen des neuroadrenergen Systems an.
Genutzt wird diese Eigenschaaft bei dem nuklearmedizinischen MIBG-Scan, hier wird mit radioaktiv dotiertem MIBG (I-123-MIBG und I-131-MIBG, d.h. das Iodatom ist eine Strahlungsquelle) neuroadrenerges Gewebe nachgewiesen
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Mitralklappeninsuffiziens: Mitralklappeninsuffizienz (auch Mitralinsuffizienz, Abk.: MI) ist in der Medizin ein beim Menschen und zumindest einigen Tierarten häufiger Herzklappenfehler. Es handelt sich um eine Schlussunfähigkeit oder „Undichtigkeit“ der Mitralklappe des Herzens, die während der Auswurfphase (Systole) zu einem Rückfluss von Blut aus der linken Herzkammer in den linken Vorhof (vgl. Aufbau des Herzens) führt.

MRT: Magnetresonanztomographie, , Kernspintomographie,
computergestütztes bildgebendes Verfahren der Tomographie das auf dem Prinzip der Magnetresonanz (NMR) beruht, hierbei wird keine ionisierende Strahlung verwendet, sondern es wird die Energie gemessen, die unter Einfluss eines von aussen angelegten starken Magnetfelds bei Relaxation der durch einen kurzen Hochfrequenzimpuls angeregten Kernspins aus dem Körper in Form von elektromagnetischen Wellen austritt.
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Motorik: Motorik ist die Fähigkeit des Körpers eines Menschen, Tieres oder deren Organe, sich zu bewegen. Mit dem Begriff Motorik wird auch das Bewegungsverhalten untersucht. Die Wissenschaft, die sich mit der Motorik befasst, wird Motologie genannt.

Mykoplasmen: den Bakterien zugerechnete sehr kleine, zellwandlose (nur von einer Zytoplasmamembran umgebene) Organismen der Fam. Mycoplasmatacea

Myoklonus: kurze ruckartige Zuckungen einzelner Muskeln ohne oder nur mit geringem Bewegungseffekt

Narkose: Die Narkose oder auch Allgemeinanästhesie ist ein medikamentös herbeigeführter, kontrollierter Zustand der Bewusstlosigkeit. Dabei werden im gesamten Körper durch Lähmung des zentralen Nervensystems neben dem Bewusstsein sowohl die Schmerzempfindung, die Abwehrreflexe als auch die Muskelspannung abgeschaltet.

Neurologie: Die Neurologie ist die Lehre von den Erkrankungen des Nervensystems.

Neuroblasten: nicht ausgereifte Nervenzellen

Neuroblastom: ein Tumor aus Neuroblasten
(nicht ausgereifte Nervenzellen)
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Nystagmus: Augenzittern; unwillkürliche rhythmische, in zwei Phasen ablaufende okuläre Oszillationen; als Rucknystagmus mit einer langsamen und einer die Richtung des N. bezeichnende schnellen Phase der Augenbewegungen oder als Pendelnystagmus mit gleich schnellen Augenbewegungen in beide Richtungen.

Onkologie: Als Onkologie bezeichnet man die Wissenschaft, die sich mit Krebs befasst. Im engeren Sinne ist Onkologie der Zweig der Medizin, der sich der Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von malignen Erkrankungen widmet.

OMS: Opsoklonus-Myoklonus-Syndrom Weitere Erklärung

Opsoklonus: “dancing-eye”, kurze, schnelle und uregelmäßige Augen- bewegungen in unterschiedliche Richtungen

Para-Infektion: Als parainfektiös (gr.: para - daneben, zugleich) bezeichnet man eine Erkrankung, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Infektionskrankheit entsteht, aber nicht durch deren Erreger direkt verursacht wird.

Parkinson: (Schüttellähmung) Bei der Parkinson-Erkrankung (Morbus Parkinson, idiopathisches Parkinson-Syndrom) kommt es zu einem fortschreitenden Verlust bestimmter Zellen (dopaminproduzierender Zellen) im Gehirn. Dadurch kann das Hormon Dopamin nicht mehr in ausreichender Menge produziert werden. Ohne die richtige Menge von diesem Botenstoff kann sich der Mensch aber nicht richtig bewegen.

Plasmapherese: Die therapeutische Plasmapherese beschreibt eine Austauschbehandlung, bei der mittels eines Plasmapheresegerätes das patienteneigene Plasma abgefiltert und gleichzeitig ersetzt wird durch eine Substitutionslösung, die Elektrolyte, Puffersubstanzen (in der Regel Hydrogencarbonat) und etwa 5 % Albumin oder Frischplasmakonzentrate enthält. Diese Rezeptur simuliert körpereigenes Plasma. Einsatz findet diese Form der Behandlung, die in der Regel von Nephrologen durchgeführt wird, bei Autoimmunerkrankungen, die einer schnellen Elimination der Antikörper bedürfen, da ansonsten schwere Organschäden oder Tod unvermeidbar sind und vitalbedrohlichen Vergiftungen, bei denen das Toxin eine hohe Eiweißbindung aufweist, sowie eine pathologische Erhöhung von Plasmaeiweißen mit konsekutiver Viskositätssteigerung mit Auftreten von zentralnervösen Symptomen.

Punktion: Eine Punktion ist in der Medizin das gezielte Setzen einer Nadel oder eines anderen spitzen Instrumentes. Die dabei aufgenommene Gewebsflüssigkeit oder -probe heißt Punktat. Eine Punktion kann zur Einspritzung in den Körper (z. B. intravenöse Injektion) oder zur Entnahme aus dem Körper (z. B. Lumbalpunktion) dienen. Hierzu verwendet man Hohlnadeln (Kanüle, Trokar).

Sedierung: Der Begriff Sedierung (seltener auch Sedation, v. lat. sedare, „beruhigen“ eigentlich „sinken lassen“ ) wird vor allem in der Medizin, insbesondere in der Intensivmedizin oder bei der Nutzung von Psychopharmaka verwendet. Er bezeichnet die Dämpfung von Funktionen des zentralen Nervensystems durch ein Beruhigungsmittel (Sedativum);

Spontanremission: Als Spontanremission bezeichnet man ein komplettes oder teilweises Verschwinden eines bösartigen Tumors in Abwesenheit aller Behandlungen oder mit Behandlungen, für die bisher kein Wirksamkeitsnachweis geführt werden konnte. Im Falle von Krebsen des blutbildenden Systems spricht man von Spontanremission, bei soliden Tumoren von Spontanregression; diese beiden Begriffe werden jedoch häufig synonym benutzt.

PET: Die Abkürzung PET steht für den Begriff Positronenemissionstomographie. Mit der PET lassen sich funktionelle Prozesse darstellen: Sichtbar werden beispielsweise Gewebe mit besonders aktivem Stoffwechsel, sie lassen sich gegenüber Geweben abgrenzen, in denen die Zellen weniger aktiv sind. Gezeigt wird dies anhand der Verstoffwechselung von Zucker oder anderen natürlichen Stoffen, die mit einem leicht radioaktiven Molekül markiert sind. Wegen dieser Anwendung radioaktiver Substanzen wird die Positronenemissionstomographie zum medizinischen Fachgebiet der Nuklearmedizin gerechnet. Weitere Erklärung mit Bild

Pleura: Brustfell, besteht aus P. parietalis und P. visceralis. Die P. visceralis (P. pulmonalis) hüllt die Lunge ein

Pleura-Erguss: Flüssigkeitsansammlung im Spalt zwischen den bei den beiden Blättern der Pleura (Brustfell)

Prednison: Verwendung: Glukokortikoid (dehydriertes Cortison), 4-5mal stärker wirksam als Cortison, beeinflusst in therapeutischen Dosen den Mineral- und Wasserhaushalt kaum.

Radiologie: Die Radiologie ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Anwendung von elektromagnetischer Strahlen und mechanischer Wellen zu diagnostischen, therapeutischen und wissenschaftlichen Zwecken befasst. Die bildgebenden Verfahren in der diagnostischen Radiologie umfassen die Projektionsradiografie und die Schnittbildverfahren: Röntgen-Computertomografie, Sonografie und Magnetresonanztomografie

Rituximab: Rituximab (Handelsname z.B. Mab Thera) ist ein Antikörper, der ursprünglich für die Therapie von bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems (Lymphdrüsenkrebs, maligne Lymphome) entwickelt wurde und innerhalb der vielen Zellen des lymphatischen Systems eine einzige Zellreihe, nämlich sogenannte B-Zellen (B-Lymphozyten noch genauer: Zellen mit dem Merkmal CD20) ausschaltet.

Röntgen: Das Wort Röntgen (nach dem Physiker Wilhelm Conrad Röntgen) steht für den Prozess des Durchstrahlens eines Körpers mit Röntgenstrahlen unter Verwendung eines Röntgenstrahlers sowie die Darstellung der Durchdringung des Körpers, etwa mittels eines fluoreszierenden Schirms oder eines Bildverstärkers (Durchleuchtung). Die Bilder werden entweder auf geeignetem Filmmaterial (Radiografie), Phosphorplatten oder mittels elektronischer Sensoren, zum Beispiel CCDs (digitale Radiografie), sichtbar. Röntgen ist ein weit verbreitetes bildgebendes Verfahren. Stand der Technik ist Digitales Röntgen.

Sedativa: sog. Beruhigungsmittel, Psychopharmaka, die relativ unspezifisch eine dämpfende Wirkung auf Funktionen des ZNS haben, Verwendung finden u.a. Schlafmittel (in nicht hypnotischer Dosierung)

SEP: somatosensible evozierte Potentiale, nach elektrische Simulation sensibler oder gemischter Nerven im Rückenmark (spinale SEP) und Gehirn (kortikale SEP) entstehende Reizantwort, die über der unteren Rücken- und Nackenpartie bzw. der sensiblen Großhirnrinde abgeleitet werden können.
Indikation: objektiver Nachweis und Lokalisation von Sensibilitätsstörungen bei proximal lokalisierten peripheren Nervenschädigungen und pathologischen Prozessen in Hirnstamm, Thalamus und Großhirn mit Einbeziehung sensibler Leitungsbahnen und Kerngebieten, DD von Erkrankung des Rückenmarks mit primär axonaler (z.B. infiltrierter Rückenmarktumoren) oder demyelinisierender Schädigung (z.B. Multiple Sklerose), Beurteilung der zerebralen Schädigung.

Sonographie: Ultraschalldiagnostik Weitere Erklärung mit Bild

Spaltlampenuntersuchung: Während man bei einer Augenspiegelung mit dem Ophthalmoskop geradeaus in das Auge sieht, erlaubt eine Untersuchung mit der Spaltlampe einen Einblick quer durch das Auge. Dabei wird durch die Pupille ein schmales, konzentriertes Lichtbündel projiziert, das die Strukturen und Gewebe viel besser erkennen läßt als das diffuse Licht der Augenlampe. Die vorderen und mittleren Bereiche des Auges werden sichtbar. Mit dem Lichtstrahl wird eine Ebene beleuchtet. Mit Hilfe eines vorgeschalteten Mikroskops wird die Hornhaut, der Glaskörper und die Netzhaut in dieser Ebene sichtbar gemacht. Durch diese Technik kann auch der vordere und mittlere Augenbereich genauer untersucht werden, der bei einer Augenspiegelung nicht erreicht werden kann.

SPECT: Single-Photon-Emissionscomputertomographie, Schichtszintigraphie, rechner-
gestütztes Schichtaufnahmeverfahren der Szintigraphie, die von dem inkorporierten Radionuklid ausgehende Strahlung kann mit Hilfe von Ringdetektoren bzw. einer rotierenden Gammakamera gemessen werden und dient zur Berechnung von Schnittbildern der untersuchten Organe; bei Verwendung von Gammastrahlern spricht man von SPECT.

Stoffwechsel: Mit Stoffwechsel wird die Verarbeitung und Verwertung von Stoffen im Rahmen der Energiegewinnung für die Lebensvorgänge sowie im Rahmen des Aufbaus (z. B. beim Wachstum), des Abbaus, (z.B. bei Gewichtsabnahme) und des ständig ablaufenden Umbaus von Stoffen im Körper bezeichnet.

Streptokokken: Streptokokken sind Bakterien, die in verschiedene Gruppen unterteilt werden, von denen jede Gruppe unterschiedliche Infektionen hervorrufen kann. Zu den durch Streptokokken ausgelösten Erkrankungen gehören unter anderem Angina und Scharlach.Viele Streptokokkenarten sind allerdings harmlos. Sie leben auf der Haut und Schleimhaut von Menschen, ohne sie je krank zu machen. Manche Streptokokkenarten können besonders bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem – und zu diesen gehören beispielsweise auch Personen mit Diabetes – Krankheiten auslösen. Bei ihnen können die Bakterien zu Hautkrankheiten, Harnweginfektionen und Hirnhautentzündungen führen. Wenn die Erreger das Blut durchsetzen und den gesamten Körper infizieren, spricht man von einer Sepsis.

Szintigramm: Bilddarstellung von i.R. einer Szintigraphie applizierten Radionukliden und ihrer Verteilung im Körper. Weitere Erklärung mit Bild

Szintigraphie: nuklearmedizinisches, bildgebendes Verfahren unter Verwendung möglichst kurzlebiger Radionuklide (v.a. sog. Gammastrahler)
bzw. Radiopharmaka, die sich nach Inkorporation in den zu untersuchenden Organen oder Geweben (z.B. Tumoren) entweder relativ selektiv anreichern oder nicht gespeichert werden. Die räumliche Verteilungsdichte (Aktivitätsverteilung) der aus dem Körper austretenden emittierten Strahlung kann mit entsprechender Registriereinrichtungen als zweidimensionales Szintigramm registriert werden.
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Tavor: Wirkstoff: Lorazepam Benzodiazepin
Wirkung auf die Psyche als: Beruhigungsmittel, wird auch als Anti-Epileptikum eingesetzt.
 

Tavegil: Tavegil® ist ein rezeptfreies Antihistaminikum. Es enthält den Wirkstoff Clemastin. Bei allen Überempfindlichkeitsreaktionen des Körpers, die durch den körpereigenen Botenstoff Histamin ausgelöst werden.

Technetium 99m: metastabiles, unter Emission von Gammastrahlung in den Grundzustand (Technetium99) übergehendes Isotop des Technetiums; vielfältige Anwendung in der Nuklearmedizin

Thorax: Brustraum bzw.. Brustkorb

Urbason: Methylprednisolon (Cortison)

Valium: Wirkstoff: Diazepam Benzodiazepin
Diazepam wird bei akuten und chronischen Spannungs- und Erregungszuständen (Nervosität) sowie Angststörungen angewendet. Mit Diazepam können nicht die eigentlichen Ursachen solcher Störungen behandelt werden, sondern nur die Symptome gelindert werden. Gespritzt wird Diazepam außerdem bei akuten und sehr starken Angst-, Erregungs-, Spannungs- und Unruhezuständen wie zum Beispiel bei einem Herzinfarkt.

Vanillinmandelsäure: 3-Methoxy-4-hydroxy-mandelsäure,
Hauptabbauprodukt der Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin; wird im Urin ausgeschieden, erhöhte Ausscheidung spricht für gesteigerte Noradrenalin- bzw. Adrenalinsekretion. Die Bestimmung der V. ist ein zuverlässiger Suchtest in der Hypertoniediagnostik. Die V. wird u.a. bei Neuroblastom, Herzinsuffizienz und in Stresssituationen vermehrt im Harn ausgeschieden.

Voijta: In den 50er Jahren stellte Dr. Vaclav Vojta fest, dass sich durch Eingriffe in die Steuerung des Gehirns Bewegung und Haltung beeinflussen lassen. Jede einzelne Bewegung und Haltung ist in ihrem Ablauf in unserem Gehirn abgelegt.
Ziel der Voijta Therapie ist es, die ideale Motorik wieder herzustellen. Anwendbar ist diese Therapieform in allen Altersstufen und bei allen Haltungs- und Bewegungsstörungen.
Therapiert wird durch Druckreizung festgelegter Zonen oder Punkte. Mit jedem Patienten werden Ausgangslage, Druckrichtung, Druckstärke und Dauer individuell erarbeitet und angepasst. Neben dem Hauptziel, verbesserte Haltung und Bewegung, wirkt sich die Voijta Therapie positiv auf die Wahrnehmungsmöglichkeiten des Körpers und dessen Vitalfunktionen aus.

Zovirax: Wirkstoff: AciclovirGürtelrose (Wiederauftreten einer Infektion mit Windpockenerregern) Vorbeugung von schweren Herpes-Infektionen bei stark abwehrgeschwächten erwachsenen Patienten, wenn diese einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, zum Beispiel nach Organtransplantationen.

ZVK: Zentraler Venenkatheter; Kavakatheter; vena-cava-Katheter,
Kunststoffkatheter, der meist durch Punktion einer Vene im Bereich der oberen Körperhälfte in das venöse Gefäßsystem eingeführt und in die V. cava superior herznah vorgeschoben wird;
Indikation: parenterale Ernährung (hochkalorische Infusionslösung), Messung des zentralen Venendrucks.

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